Intelligente Netze im Koalitionsvertrag

von | Apr 4, 2014 | 0 Kommentare

Diese Erkenntnis fand ich sehr spannend. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist formuliert, dass bereits im Jahr 2014 verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau intelligenter Netze geschaffen werden sollen. Zu bedenken ist aber, dass bei der derzeitiger Netzinfrastruktur ein weiterer Ausbau von erneuerbaren Energien eher schwierig ist. Bislang ist der Lastfluss von den großen Erzeugern zum Endverbraucher üblich, da stellen dezentrale Erzeugungsanlagen mit kurzfristigen Spannungsüberhöhungen oder -einbrüchen eine große Herausforderung dar.

Diese Herausforderung kommt primär auf die Verteilnetzbetreiber zu, welche ein intelligentes Last- und Erzeugungsmanagement aufbauen müssen. In der Zukunft wird der Anteil des Stroms, welcher von Großkraftwerken in Höchstspannung erzeugt wird, sinken und an deren Stelle Blockheizkraftwerke, dezentrale Solaranlagen oder Windparks ihre Energie in die Verteilnetzebene einspeisen. Derzeit sollen über 97 Prozent des aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen erzeugten Stroms in die Verteilnetzebene eingespeist werden. Dies liegt an den meist hohen Einspeisevergütungen. Dies wird sich in Zukunft aber ändern, da es attraktiver wird, den Strom selbst zu verbrauchen, als ihn zu verkaufen. Dadurch wird es schwer, das Abnahmeverhalten der Haushalte und der Industrie zu prognostizieren.

Verantwortlich für die Wahrung der Systemsicherheit eines Netzes ist nach § 12 ff. EnWG der Übertragungsnetzbetreiber. Dieser muss, wenn er die Netzsicherheit oder die Netzzuverlässigkeit gefährdet sieht, geeignete Maßnahmen ergreifen. Dies gilt nach § 14 EnWG auch für sogenannte Weiterverteiler, wenn sie für die Sicherheit und Zuverlässigkeit des betriebenen Netzes zuständig sind.

Der Gesetzgeber hat die Herausforderung auch bereits erkannt. So plant die Bundesnetzagentur seit September 2013 in einem Festlegungsverfahren, wie man einen einheitlichen Informations- und Datenaustausch zwischen den Netzbetreibern und den Stromproduzenten herstellen kann. Und die technischen Möglichkeiten zur intelligenten Steuerung der Verteilnetze sind heute reichlich. So könnte dies z.B. über blindleistungsfähige Wechselrichterintelligente Ortsnetzstationen oder dezentrale Netzleittechniken zur Steuerung der Netze realisiert werden.

Spannend bleibt nun zu beobachten, für welche Variante sich der Gesetzgeber entscheidet und ob am Ende wirklich Ergebnisse auf dem Papier stehen und nicht nur Absichtserklärungen.

Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de

Die drei W’s: wer, was und warum

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