Der reale Irrsinn: Extra 3 im Solardorf

von | Feb 2, 2017 | 2 Kommentare

Da sich die Stadt Norderstedt bisher nicht dazu durchringen konnte, einer Löschung der absurden Regelung zum Abstellverbot von “normalen” Kraftfahrzeugen auf dem eigenen Grundstück zuzustimmen, haben wir uns an Extra 3 gewandt.

Die Regelung lautet: “Dem Grundstückseigentümer ist es untersagt, auf dem Grundstück Kraftfahrzeuge aller Art abzustellen, wenn er nicht zumindest einen Pkw mit Elektroantrieb besitzt, der aus der auf dem Grundstück befindlichen Ladestation aufgeladen wird.” Dass diese Regelung weit über das vereinbarte hinaus geht, die Anschaffung und der Betrieb eines Elektroautos, ist für die Stadt anscheinend egal.

Da diese Regelung nicht auf allen Grundstücken lastet, ergibt sich folgende absurde Situation: auf der einen Straßenseite dürfen die Nachbarn ihr Auto abstellen, auf der anderen Seite nicht. Und wenn man z.B. aus Geld- oder Altersgründen kein Elektroauto mehr besitzt, darf dank dieser Regelung natürlich auch der Besuch sein Auto nicht auf dem Grundstück des jeweiligen Nachbarn abstellen.

Bemerkenswert ist dazu: der Stadt ist bewusst, dass die im Projekt vorgesehenen Ladeboxen und Elektroautos auf dem deutschen Markt nicht käuflich zu erwerben sind. Des Weiteren ist der Stadt auch bewusst, dass das Projekt nicht mehr umsetzbar und damit gescheitert ist. Schuld sind natürlich wir und nicht der Projektierer, der ein nicht umsetzbares Konzept vorgelegt hatte. Irre ist, dass die Stadt also die Anwohner weiter zu etwas verpflichten will, was erstens nie in den Kaufverträgen vereinbart wurde und zweitens bis heute nicht einmal käuflich zu erwerben ist. Das ist wirklich der reale Irrsinn.

Die drei W’s: wer, was und warum

Hallo, dieser Blog ist über das "Solardorf Müllerstraße" in Norderstedt. Das einstige Vorzeigeprojekt der Energiewende verkommt mehr und mehr zu einer Ansammlung von Absurditäten. Hier berichte ich aus unserer persönlichen Sicht als Bauherren über den Sachstand und die aktuellen Entwicklungen. Dieser Blog dient ausdrücklich dafür, potentielle Interessenten weiterer Goodnest Solardörfer in Norderstedt (z.B. Flensburger Hagen) umfassend über die Risiken zu informieren.